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Baulast / Baulastenauskunft: Bedeutung & Beantragung

Die Baulast ist ein Begriff, der in der Immobilienbranche eine wichtige Rolle spielt. Sie bezeichnet eine öffentlich-rechtliche Verpflichtung, die ein Grundstückseigentümer gegenüber der Gemeinde oder dem Landkreis eingeht. Mit einer Baulast kann der Eigentümer beispielsweise eine bestimmte Nutzung seines Grundstücks oder einen bestimmten baulichen Zustand festlegen. Eine Baulast hat somit eine regelnde Wirkung und kann für den Eigentümer bestimmte Einschränkungen oder Verpflichtungen bedeuten.

Woher bekommt man eine Baulastenauskunft?

In der Regel bei der zuständigen Baubehörde beantragt und kann sowohl schriftlich als auch elektronisch erfolgen.

Was steht in einer Baulastenauskunft?

Grundlegenden Informationen zum betreffenden Grundstück, wie zum Beispiel Größe und Lage, auch Angaben zur Baulast. Dazu gehören unter anderem der genaue Wortlaut der Baulast sowie deren Art und Dauer. Auch eventuelle Einschränkungen oder Auflagen, die mit der Baulast verbunden sind, werden in der Auskunft aufgeführt.

Die fünf häufigsten Arten von Baulasten

Stellplatzbaulast

Diese wird oft von Gemeinden oder Städten auf private Grundstücke übertragen, um sicherzustellen, dass ausreichend Parkplätze für die Bewohner oder Besucher eines bestimmten Gebiets vorhanden sind. Die Stellplatzbaulast legt fest, wie viele Parkplätze auf einem bestimmten Grundstück vorhanden sein müssen und wo diese sich befinden sollen.

Anbaulast

Eine Anbaulast ist eine Baulast, die besagt, dass ein Grundstück für den Anbau eines weiteren Gebäudes vorgesehen ist. Insbesondere in städtischen Gebieten sind Anbaulasten häufig anzutreffen, da hier der Platz begrenzt ist und neue Gebäude oft nur durch Anbau an bestehende Gebäude errichtet werden können. Vor einem Bauprojekt sollten daher mögliche Anbaulasten auf einem Grundstück geprüft werden, um unerwartete Einschränkungen und Kosten zu vermeiden.

Vereinigungsbaulast

Die Vereinigungsbaulast ist ein wichtiger Aspekt bei der Überprüfung von Baurecht und Grundstücksverfügbarkeit. Wenn ein Käufer zwei benachbarte Grundstücke erwerben möchte, um sie zu einem größeren Grundstück zu vereinigen, muss er prüfen, ob eine Vereinigungsbaulast vorhanden ist und welche Einschränkungen damit verbunden sind.

Abstandsflächenbaulast

Eine Abstandsflächenbaulast legt fest, dass die Abstandsflächen zwischen einem bestehenden Gebäude und einem zukünftigen Bauwerk eingehalten werden müssen. Wenn beispielsweise ein neues Gebäude in der Nähe eines bestehenden Gebäudes gebaut werden soll, kann die Stadt eine Abstandsflächenbaulast erlassen, die besagt, dass das neue Gebäude einen bestimmten Mindestabstand zum bestehenden Gebäude einhalten muss. Dies kann dazu beitragen, potenzielle Konflikte zwischen den Eigentümern zu vermeiden und die Sicherheit und den Komfort der Bewohner in beiden Gebäuden zu gewährleisten.

Zuwegungsrecht

Eine Zuwegungsbaulast kann auch erforderlich sein, wenn ein Grundstück über eine private Zufahrt oder Einfahrt erreicht wird, die über ein anderes Grundstück verläuft. In diesem Fall legt die Zuwegungsbaulast fest, dass der Eigentümer des anderen Grundstücks das Recht auf Durchfahrt und Zugang zum öffentlichen Weg gewähren muss.

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